Gedenkstätte des Bundes zum SED-Unrecht
Es war ein Mammutprojekt: Der Neubau des Deutsch-Deutschen Museums an der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Mödlareuth mit einem Kostenvolumen von 23 Millionen Euro. 24 Jahre lang durchschnitt hier eine Mauer das Dorf und seine rund 50 Einwohner*innen. An diese Teilung und an die Wiedervereinigung soll das Museum erinnern und dabei sowohl das DDR-Grenzregime in seiner Gesamtheit darstellen als auch den Alltag der Menschen vor Ort spürbar machen – ein Spagat!
Wir konzipierten die Rundwege und die Ausschilderung des Freigeländes mit den historischen Resten der Grenzsperranlagen und einer Außenausstellung neu und entwickelten in enger Abstimmung mit der Museumsleitung und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit die Dauerausstellung im Museumsneubau – kritisch begleitet von einem hochrangig besetzten wissenschaftlichen Arbeitskreis. Gegliedert ist die Ausstellung in 6 Epochen, die von weltgeschichtlichen Ereignissen vorgegeben werden. Innerhalb dieser Chronologie wird die Entwicklung des DDR-Grenzregimes am Beispiel Mödlareuths dargestellt. Die Einbindung von Zeitzeug*innen aus Ort und Region – darunter auch DDR-Flüchtlinge – macht dabei die menschliche Dimension besonders spürbar. Die Ausstellungsgestaltung übernahm facts & fiction aus Berlin.
Fotos Ausstellung: David Matthiesen / Gebäudefoto: DDMM