Museum Günzburg (2019)

Wie müsste die inhaltliche, organisatorische und bauliche Erneuerung des Museums ausgerichtet werden, um das Schlossareal zu bereichern und die Sanierung des Rokoko-Gebäudes zu ermöglichen?

Das Heimatmuseum Günzburg ist seit 1958 im ehemaligen Piaristenkolleg direkt am Markgrafenschloss untergebracht. Der Schulbau der Rokokozeit bietet eine stattliche Nettoraumfläche von rund 2.150 m², die bislang fast allein vom Historischen Verein als Museumsfläche genutzt wurde. Um die dringend notwendige Sanierung und Modernisierung des Gebäudes in Angriff nehmen zu können, ist die Stadt jedoch seit Jahren auf der Suche nach einem wirkungsvollen Konzeptionsansatz, der dem Museum neue Bedeutung und neue Partnerschaften zuweist.

Im Zentrum unserer Machbarkeitsstudie standen die Analyse des bestehenden Museums und die Frage, welche Art der Neuausrichtung den Anforderungen und Bedürfnissen in Stadt und Landkreis gerecht werden könnte. Schnell wurde deutlich, dass das Museum eine profiliertere Rolle in der Museumslandschaft der Region und im Kulturangebot der Stadt einnehmen sollte – durch eine klar strukturierte Dauerausstellung und neue Partner in der betrieblichen Organisation, wie etwa die Tourist-Information. Die zentrale Voraussetzung bildet jedoch die Sanierung und Modernisierung des Gebäudes. Unser Konzept erwies sich als anschlussfähig an die Sanierungsarbeiten des Freistaats Bayern im benachbarten Schloss. Verhandlungen mit der Regierung zeigten Wege für eine Zusammenarbeit auf.

„Kultur“ ist das, was unsere Gesellschaft zusammen hält.

„Kulturarbeit“ ist die Mühe, die aufzuwenden ist, damit das so bleibt.