Dokumentationskonzept für den KZ-Außenlagerkomplex München-Allach (2017)

Mit welchen Mitteln kann an das ehemalige KZ-Außenlager im Münchner Stadtteil Ludwigsfeld angemessen erinnert werden?

1943 entstand am BMW-Werk Allach ein KZ-Außenlager für Tausende Häftlinge aus Dachau, die Zwangsarbeit auf Werksbaustellen und in der Produktion leisten mussten. Das Lager wurde am 30. April 1945 befreit, nicht aber völlig zerstört. Stattdessen errichtete der Bund hier die Siedlung Ludwigsfeld, in der Entwurzelte aus vielen Ländern ein Zuhause fanden. Planungen für dringend benötigten Wohnraum führten in jüngster Zeit

dazu, dass sich die Frage nach dem Umgang mit
der Geschichte in Ludwigsfeld neu stellte – zumal dort auf dem ehemaligen KZ-Friedhof bei Grabungen noch sterbliche Überreste entdeckt wurden. Wir bereiteten die Geschichte des Lagers auf, ermittelten alle historischen Relikte, prüften Ideen und Voraussetzungen und formulierten konkrete Vorschläge für die anstehende öffentliche und politische Diskussion.

Die Studie ist inzwischen abgeschlossen und hier einsehbar.

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„Kulturarbeit“ ist die Mühe, die aufzuwenden ist, damit das so bleibt.