Archäologisches Kreismuseum in Senden (2019-2020)

Kann ein geschlossenes Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung in Trägerschaft des Landkreises Neu-Ulm an anderer Stelle wieder eröffnet werden?

Bis 2008 bestand in Neu-Ulm ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München, an dem auch die Stadt und der Landkreis Neu-Ulm beteiligt waren. Nach der Schließung zeigte jedoch nur der Landkreis Interesse daran, erneut ein archäologisches Museum – nun aber in eigener Trägerschaft – einzurichten. 2019 schlug die Kreisverwaltung eine Mietimmobilie in Senden vor und beauftragte uns mit der Anfertigung einer musealen Machbarkeitsstudie.

Wir waren beeindruckt von der archäologischen Forschungsarbeit in der Region, mussten jedoch auch feststellen, dass die Konkurrenz im Bereich vor- und frühgeschichtlicher Museen rund um Neu-Ulm außerordentlich groß ist. Zudem erwies sich das vorgesehene Museumsgebäude (eine ehemalige Postfiliale) als wenig geeignet. Für die Präsentation der herausragenden archäologischen Arbeit in der Region sollten daher eine andere Form und ein anderer Standort gefunden werden. Der Kreistag folgte dieser Empfehlung und beschloss den Ausbau des römischen Grabungsgeländes in Kellmünz.

„Kultur“ ist das, was unsere Gesellschaft zusammen hält.

„Kulturarbeit“ ist die Mühe, die aufzuwenden ist, damit das so bleibt.